Erwartungen an das Verfahren

Manfred Reißaus, den ich im Verfahren vertrete (besser wohl: betreue) hat in einem Gespräch mit einem Journalisten folgendes gesagt: „Das Urteil ist nicht entscheidend. Ich möchte den Leuten in die Augen sehen, die für den Tod meiner Tochter mitverantwortlich sind. Sie sollen es einfach nicht vergessen. Ich möchte meinen inneren Frieden wiederfinden. Ich hoffe, dass der Prozess dabei hilft.“ Und er macht auch die Folgen der Ereignisses für ihn persönlich deutlich: „Gerade die erste Zeit war hart. Wir fühlten uns von allen alleingelassen. Ich bin Malermeister, hatte einen kleinen Betrieb. Aber an Arbeiten war erst mal nicht zu denken, da ging nichts. Ein Jahr lang ging ich ziellos umher. Dann habe ich es wieder versucht. Es ging nicht. Den Betrieb habe ich verkauft, wir leben vom Gehalt meiner Lebensgefährtin. Ich stehe mit nichts da.“

Ich werde alles daran setzen, dass Herr Reißaus seinen Frieden wiederfindet. Ob das möglich ist, wird man sehen. Zweifel sind angebracht.

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