„Victims“ oder „survivors“?

Folgender Kommentierung zu meinem Blog hat mich in den vergangenen Tagen erreicht. Da ich den Inhalt sehr wichtig finde, möchte ich sie hier wiedergeben. „Die Argumente bzw. auch Zitate von Betroffenen zeigen erneut auf, dass „Opfer“, welche in den USA zunehmend in der auch kriminologischen Diskussion anstatt „victims“ als „survivors“ bezeichnet werden, vor allem etwas wollen, wass in der modernen Zeit und auch bei vielen Kollegen im kriminologischen Bereich vernachlässigt bis hin und wieder sogar erkenntnistheoretisch lächerlich gemacht wird: „die volle Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ eben dessen, was ihrem Angehörigen (auch im Detail) „angetan“ worden ist, und zwar von persönlich Verantwortlichen. Immer wieder fallen in Gesprächen im Kern dieselben Bemerkungen, dass man innerlich erst dann „abschließen“ kann, wenn man präzise, auch in ggf. grausamen Details, vom (später ggf. auch so verurteilten) Täter im Angesicht oder wenigstens (mit weniger Qualität) im direkten Betrachten während einer Hauptverhandlung „erfahren“ (gehört, beobachtet etc.) hat, was tatsächlich geschehen ist und man davon ausgehen kann, dass weder gelogen noch vertuscht wurde.  Zu diesem bei Opferbetreuern, Mediatoren, Konfliktmittlern u.a.m. bekannten Phänomen müsste hierzulande noch mehr geforscht und über eng wissenschaftliches hinaus so publiziert werden, damit ein breiteres Bewusstsein in der (Fach-)Öffentlichkeit entsteht. Zu diesem Phänomen des „closure“ ist die angelsächsische Welt schon weiter fortgeschritten.“

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